Weihnachten auf den Philippinen, philippinische Weihnachtsbräuche, philippinisches Weihnachtsessen

Weihnachten auf den Philippinen, philippinische Weihnachtsbräuche, philippinisches Weihnachtsessen

Weihnachten auf den Philippinen

Auf den hauptsächlich katholischen Philippinen beginnt die Weihnachtszeit mit den vier Adventssonntagen und endet mit dem Dreikönigstag am 6. Januar. Neun Tage vor Weihnachten wird die Misa de Gallo gefeiert, die Messe des Hahns, denn die Messe wird ganz früh bei Tagesanbruch gefeiert, wenn die Hähne beginnen zu krähen. Der wichtigste Tag ist natürlich der 24. Dezember, Noche Buena, Heiligabend.



Weihnachtsessen auf den Philippinen

Da die Philippinos erst nach der mitternächtlichen Weihnachtsmesse am 24. Dezember essen, werden sie - wenn sie aus der Kirche kommen, schon von zahlreichen Straßenhändlern erwartet, die vor der Kirche Puto bumbong, Bibingka, beides Reiskuchen-Spezialitäten und heißes Salabat - ein fruchtiges Getränk aus Ingwer, Äpfeln und Orangen verkaufen. Zuhause gibt es dann Ensaimadas, ein Hefegebäck und Käse, dazu heiße Schokolade. Die Ensaimadas, ursprünglich in Mallorca beheimatet, fanden ihren Weg auf die Philippinen vermutlich über spanische, nicht konvertierte Juden. Die heiße Schokolade wird aus einheimischem Kakao, Carabao-Milch (eine philippinische Büffelart) und etwas geriebenen Erdnüssen zubereitet, gesüßt wird mit braunem Zucker, obendrauf kommt Schlagsahne. Als Hauptgericht gibt es Schinken, Truthahn oder Hähnchen, beides üppig gefüllt. Der Schinken wird häufig auf chinesische Art zubereitet, nämlich mit einer süß-karamelisierten Kruste. Viele dieser Gerichte sind geschichtlich bedingt spanischen Ursprungs. In alten Geschichtsbüchern kann man nachlesen, dass die Ankunft von Schiffen zur Weihnachtszeit schon sehnsüchtig erwartet wurden. Denn sie brachten die für die Weihnachtsgerichte notwendigen Zutaten mit: Oliven, Olivenöl, Käse und Turron, den spanischen Mandelnougat.

Einst brachten die Spanier den christlichen Glauben auf die Philippinen, die Amerikaner steuerten so manche Zutat bei, doch immer ist Weihnachten auf den Philippinen ein Fest der Familie und der Gemeinschaft gewesen, bei dem die Liebe zum Essen egal welchen Ursprungs, eine große Rolle spielt.

Die Weihnachtszeit fällt auf den Philippinen direkt in die Erntezeit. So wird der frisch geerntete Reis in zahllose Spezialitäten verwandelt. Auch die Dalandan oder Dalanghita, die einheimische Orange reift jetzt und der frisch gepresste Saft ist sehr beliebt.


Zum Seitenanfang



fernwehculinarium.de © 2013