Weihnachten in der Antarktis, Weihnachtsbräuche, Rezept

Weihnachten in der Antarktis, Weihnachtsbräuche, Rezept

Weihnachten in der Antarktis

Bei Weihnachten in der Antarktis stimmt zwar das äußere Ambiente, hier hat es garantiert immer weiße Weihnachten, doch alles andere ist sicherlich mehr als gewöhnungsbedürftig. Bestimmte Weihnachtsbräuche wie in anderen Ländern konnten sich hier nie entwickeln, denn eine dauerhafte Bevölkerung hat es nie gegeben. Zu menschenfeindlich ist diese eisige Welt. Die einzigen, die in die Antarktis kommen, sind Touristen auf Kreuzfahrtschiffen oder Wissenschaftler.

Da Weihnachten in der Antarktis in die Sommerzeit auf der Südhalbkugel fällt, ist das gleichzeitig auch die arbeitsintensivste Zeit für die Wissenschaftler auf den Forschungsstationen. Da diese Menschen weit entfernt von ihren Familien und Liebsten leben, ist Weihnachten nicht so man es von zuhause gewöhnt ist, wie wir es in Deutschland kennen und lieben. Die Menschen auf der Forschungsstation sind aus aller Herren Länder zusammengewürfelt. Doch ein wenig wird Weihnachten trotzdem gefeiert. Zwar hapert es mit den Geschenken - denn Shops, wo man Geschenke einkaufen könnte, gibt es zwangsläufig nicht in der Antarktis. Doch so mancher bekommt lange Monate vorher mit dem Versorgungsschiff sein Geschenk von seinen Lieben zuhause. Das wird dann aufbewahrt bis Weihnachten und dann erst ausgepackt. Und wenn es möglich ist, wird natürlich auch über Satellitentelefon mit der Heimat kommuniziert.

Auf der Amundsen-Scott-Südpol-Station gibt es aber ein wenig Tradition am 25. Dezember.

Am Weihnachtstag findet in Erinnerung an Roald Amundsen hier ein "Rennen um die Welt" statt. Es führt um den geographischen Südpol und benhaltet alle Längengrade und Zeitzonen. Das Rennen geht über drei Runden und ist ingesamt etwa zwei Meilen lang. Es darf gegangen, gelaufen oder auch gefahren werden. Jedes Transportmittel oder Fahrzeug ist erlaubt. Zweifellos ein Spaß für alle!



Weihnachtsessen in der Antarktis

Das Essen in der Antarktis ist eine Sache für sich. In Eis und Schnee und bei tiefsten Temperaturen kann nichts angebaut werden, kein Gemüse, kein Obst, keine Kräuter. Fleisch gibt es nur in Form von antarktischen Tieren, doch diese stehen unter Schutz und sind nicht als Nahrungsmittel gedacht. Wo kommt das Essen also her für die Bewohner der Forschungsstationen im Ewigen Eis? Alles, was benötigt wird, wird mit dem Schiff oder Frachtflugzeug angeliefert. In der Amundsen-Scott-Südpolstation hat man sogar ein Treibhaus, in dem ein wenig Gemüse gezüchtet werden kann.

Am Weihnachtstag wird nicht gearbeitet und es gibt ein leckeres Weihnachtsessen, so traditionell es eben geht. Da frisches Obst und Gemüse nicht so üppig vorhanden ist, behilft man sich mit getrockneten, tiefgekühlten oder eingedosten Lebensmitteln.

Alle freuen sich dann auch nach dem Weihnachtsessen auf die Party. So mancher kommt verkleidet - hin und wieder steht die Party auch unter einem bestimmten Motto - und nicht selten dauert es den ganzen Tag, bis das entsprechende Kostüm fertig vorbereitet ist.

Weihnachtliche Besonderheit in der Antarktis

Während bei uns auf der Nordhalbkugel das Weihnachtsfest in die Zeit der kürzesten Tage fällt, ist es in der Antarktis umgekehrt. Der 24. Dezember ist einer der längsten Tage auf der Südhalbkugel und man kann Weihnachten dort bei 24 Stunden Tageslicht feiern. Nur eine kurze Dämmerung markiert den Übergang von Sonnenauf- und untergang.

Antarktisches Weihnachtsrezept

Antarktisches Rezept für Rennen um die Welt

Zutaten:

  • 1 weißer Teller
  • Eine Fahne, um den Südpol in der Tellermitte zu markieren
  • 1 runde Meringue oder Baiser als Südpol,
  • verschiedene frische Früchte wie Ananas, Trauben, Beeren
  • 1 Löffel Crème double oder Mascarpone

Zubereitung

Die Ananas in kleine Dreiecke schneiden, und kreisförmig auf einem Teller arrangieren und zwar immer so, dass die Spitzen in die gleiche Richtung zeigen, sie symbolisieren die Rennrichtung. Dazwischen mit den anderen Obstsorten auffüllen. In der Mitte die Meringue oder Baiser platzieren und oben drauf einen Löffel Crème double oder Mascarpone setzen. Dann die Südpol-Fahne hineinstecken. Alles mit Puderzucker fein überpudern, das soll den Schnee symbolisieren.

Rezept-Quelle: Das Rezept erhielt ich mit freundlicher Genehmigung von Paul Ward, www.coolantarctica.com

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