Nordamerika - Der Kontinent, Geografie, Klima, Kultur, Religion, Geschichte

Nordamerika - Der Kontinent: Indianer, Maya, Azteken und Neue Welt

Hier lesen Sie wissenswerte Informationen und interessante Fakten über Geografie, Klima, Kultur, Religion und Geschichte des Kontinents Nordamerika.
Von Alaska bis zur Karibik, von Hawaii bis nach New York erstreckt sich die von Kolumbus wieder-entdeckte Neue Welt. Dazwischen liegen spektakuläre Landschaften wie der Yosemite und der Yellowstone National Park, der Grand Canyon oder die Niagara-Fälle. Städte wie San Francisco, Montreal oder der Big Apple New York sind der Traum vieler Nordamerika-Touristen. Träume von Palmen, Strand und Meer werden in der Karibik wahr. Kulturell ist der Kontinent Nordamerika ein Schmelztiegel der Völker. Den Indianern setzte Karl May in seinen Abenteuer-Romanen ein Denkmal. Maya und Azteken waren hochstehende Zivilisationen, die uns grandiose Bauwerke hinterlassen haben. Entdecker und Einwanderer aus Europa, der Alten Welt, vermischten sich mit den Ureinwohnern und ihren Nachkommen. Sie alle machten den Kontinent zu dem, was er heute noch ist: das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.


Nordamerika: Geografie

Zum nordamerikanischen Kontinent zählen Mittelamerika und die Karibik. Die Rocky Mountains im Westen bilden das Rückgrat des Kontinents. Im Osten wird Nordamerika von den Appalachen durchzogen. Dazwischen liegen große Ebenen, die Great und Central Plains. Es sind weite Präriegebiete, auf denen früher die Büffel grasten. Heute wird dort großflächig Weizen angebaut.

Im Norden liegt das Alaska-Gebirge mit dem höchsten Berg des Kontinents, dem Mount Mc. Kinley. Er erreicht eine Höhe von 6.194 m.

Im Südwesten des Festlandes fließt der Colorado River. Durch Erosion im Laufe von Jahrtausenden schuf der Fluss hier eine der berühmtesten Naturlandschaften – den Grand Canyon.

Der längste Fluss Nordamerikas und der viertlängste weltweit ist der Mississippi.

Der St. Lorenz-Strom verbindet die 5 großen Inlandseen (Erie, Huron, Ontario, Michigan und Lake Superior) mit dem Atlantik und zählt zu den verkehrsreichsten Binnenstraßen der Welt.

An der US-amerikanisch-kanadischen Grenze bei den Großen Seen liegen die Niagarafälle. Sie stürzen ca. 58 m in die Tiefe.

Im Süden Nordamerikas befindet sich am Golf von Mexiko ein Küstentiefland. In Kanada liegen weite ursprüngliche Wälder und Landschaften.

Südlich von San Francisco an der Westküste liegt der Andreas-Graben. Hier stoßen die nordamerikanische und die pazifische Erdplatte aneinander. Sie sind ständig in Bewegung und verursachen dadurch Erdbeben.

Zentralamerika wird vom Gebirgszug der Kordilleren durchzogen. Viele Inseln der Karibik sind vulkanischen Ursprungs.

Nordamerika: Klima

Der nordamerikanische Kontinent weist fast alle weltweit vorhandenen Klimazonen auf. Im Norden dominiert arktisches Polarklima. Kontinentales Klima herrscht vor in der Mitte des Kontinents, im Süden bis Südwesten wüstenhaftes bis subtropisch-tropisches Klima. An der Ostküste ist es im Norden kühl, im Süden subtropisch. Zentralamerika und die Karibik besitzen ebenfalls tropisches Klima. Passatwinde bringen je nach Jahreszeit Niederschläge oder Trockenheit.

Nordamerika: Kultur

Azteken und Maya

Alte Kulturen waren die Azteken in Mexiko sowie die Maya auf der Halbinsel Yucatan, Honduras, Guatemala und Belize. Die Mayas hatten ein erstaunliches Wissen in den Bereichen Mathematik, Astrologie und Architektur. Sie kannten bereits einen sehr komplizierten Kalender. Die bekannteste archäologische Stätte ist Tikal in Guatemala.

Indianer

Totempfähle sind ein bekanntes Kunstwerk der Indianer. Jeder Stamm hatte sein eigenes Totem, eine Art Wappen, das in den Pfahl aus Holz geschnitzt war. Interessant ist die Architektur der Pueblo-Indianer. Sie bauten ihre Dörfer in Terrassenform mit mehrstöckigen Häusern. Diese Siedlungen werden teilweise noch heute bewohnt. Von den Indianern übernahmen die europäischen Siedler die ihnen unbekannte Tabakpflanze. Sie exportierten Tabak in die Alte Welt. Lange Zeit war er so wertvoll wie Gold.

Erfindungen

Zahlreiche Erfindungen kommen vom Kontinent Nordamerika: Isaac Singers Nähmaschine wird patentiert. Thomas Alva Edison entwickelt die erste Glühbirne. Alexander Graham Bell ist der Vater des Telefons. Mary Anderson erfindet die Scheibenwischanlage und Clarence Birdseye die erste Tiefkühlkost. Levi Strauss produziert in San Francisco die erste Blue Jeans.

Produkte wie Coca Cola, Fast Food von MacDonalds oder Kelloggs Cornflakes stehen für den weltweit bekannten "American Way of Life".

In der Musik trat der Rock’n Roll von Nordamerika aus seinen Siegeszug um die Welt an. Er stand für das Lebensgefühl der Jugend in den 50er Jahren. Elvis Presley war das große Idol jener Zeit.

Der erste Mensch, der den Mond betrat, war der Amerikaner Neil Armstrong.

Nordamerika: Religion

Auf dem nordamerikanischen Kontinent sind alle Religionen dieser Welt vertreten.Bei den Indianern spielte Natur- und Geisterglaube eine große Rolle. Schamanen waren die Mittler zwischen Mensch und Geistern. Der größte Teil der heutigen Bevölkerung gehört christlichen Religionsgemeinschaften an. Dazu zählen Katholiken, Methodisten, Baptisten, Mormonen, Mennoniten, Quäker. Auch unterschiedliche Sekten wie Scientology oder die konservativen Amish sind vertreten. Staat und Kirche sind allerdings streng getrennt. An öffentlichen Schulen ist Religionsunterricht deshalb nicht gestattet. Es herrscht Religionsfreiheit.

Nordamerika: Geschichte

Die ersten Bewohner des Kontinents Amerika wanderten vermutlich aus Asien ein. Amerika war zu dieser Zeit mit Asien durch eine Landbrücke verbunden. Ab ca. 2.500 v. Chr. kamen wohl die ersten Vorfahren der Inuit (Eskimos) ins Land. Pfeil und Bogen wurden für die Jagd erfunden. Im Gebiet des Mississippi und Ohio begann man mit dem Ackerbau. In den Ebenen, den Präriegebieten lebten verschiedene Nomadenstämme von der Büffeljagd. Mit Kanus aus Baumrinde fuhren sie auf den Flüssen. Sie lebten in Zelten, den Tipis, hergestellt aus Büffelhäuten. Etwa 1.000 n. Chr. kamen vermutlich die ersten Europäer nach Amerika – die Wikinger. Sie ließen sich allerdings nicht nieder

1492 landet Christoph Kolumbus in der Neuen Welt. In der irrigen Meinung, Indien entdeckt zu haben, verpasste er den Ureinwohnern ihren heutigen Namen – die Indianer. Nur wenige Jahre später segelt John Cabot über den Nordatlantik nach Neufundland.

1535 fährt Jacques Cartier den St. Lorenz-Strom hinauf und gründet die erste französische Niederlassung. Daraus entstand das heutige Quebec. Der Italiener Giovanni Verrazano unternahm im Auftrag des französischen Königs ebenfalls verschiedene Entdeckungsreisen auf den Kontinent Amerika.

Da die Ureinwohner Nordamerikas, die Indianer keine Gewehre und keine Pferde kannten, war es für die europäischen Eroberer leicht, die alten Kulturen zu zerstören.

Der Spanier Hernando Cortez besiegte den Aztekenherrscher Montezuma und unterwarf sein Reich, das seinen Sitz im heutigen Mexiko hatte.

Ab dem 16. Jh. wurden die ersten englischen Kolonien gegründet in North Carolina und Virginia. Die „Pilgrim Fathers“ waren Puritaner und kamen mit dem Schiff „May Flower“ aus England. Sie ließen sich in Plymouth im heutigen Massachusetts nieder. Wenige Jahre später gründen die Holländer ihr Nieuw Amsterdam, das heutige New York. Zunächst lebten Indianer und Kolonialisten friedlich miteinander. Als immer mehr Siedler ins Land kamen, wurde der Lebensraum der Ureinwohner bedroht, ihre traditionelle Lebensweise zerstört. Es kam zu Kriegen auch unter den einzelnen Nationalitäten. Alle europäischen Mächte beanspruchten die Vorherrschaft über Nordamerika. Im französisch-britischen Kolonialkrieg unterliegt Frankreich. Großbritannien wird führende Kolonialmacht. Immer neue Steuern führen zu einer englandfeindlichen Stimmung. 1775 beginnt der amerikanische Unabhängigkeitskrieg. 1783 erkennt Großbritannien die Unabhängigkeit an, die früheren Kolonien sind die Gründungsstaaten der neuen Nation. George Washington wird der erste Präsident der USA. Im Lauf der folgenden Jahrzehnte dehnten sich die Grenzen der USA aus. Der Lebensraum der Indianer schrumpfte immer mehr.

Anfang des 19. Jh. beginnt der Baumwoll-Boom. Mexiko wird unabhängig und von Frankreich wird das Gebiet des heutigen Louisiana gekauft. Mitte des 19. Jh. ziehen immer mehr Siedler in den Westen. In Kalifornien beginnt der Goldrausch. 1861-65 tobt der Amerikanische Bürgerkrieg. Ursache war die Sklavenhaltung in den Südstaaten. 1865 wird die Sklaverei abgeschafft. Die USA wuchsen zu einer bedeutenden Industrie- und Wirtschaftsmacht heran. Nach den beiden Weltkriegen steigen sie zur Weltmacht auf. Kanada ist heute Mitglied des Commonwealth und offiziell zweisprachig – englisch und französisch.

Die karibischen Inseln wurden ursprünglich von den Arawak und Kariben bewohnt. Sie wurden von den europäischen Entdeckern kolonialisiert, vernichtet oder vermischten sich mit ihnen. Die Inseln wurden von Europa aus besiedelt. Sie sind ein Schmelztiegel verschiedener Völker. Eine Vielzahl der Inseln wurde im Lauf des 20. Jh. unabhängig. Die übrigen blieben den jeweiligen Kolonialländern unterstellt wie das französische Martinique oder das holländische Curacao.

FAZIT: Der Kontinent Nordamerika bietet atemberaubende Landschaften, alte Kulturen und eine faszinierende Geschichte. Wenn Sie vielleicht auch noch etwas über die kulinarischen Aspekte Nordamerikas lesen möchten, so clicken Sie auf eines der Länder unter Nordamerika auf der Startseite oder in der folgenden Länderliste.

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