Australien - Spezialität Damper, Buschbrot

Australische Spezialität: Damper

Was ist Damper?

Damper war ursprünglich eine Art Kuchen oder Brot, das die Aborigines aus Nüssen, Samen oder gemahlenen Wurzeln buken. Eine sehr gesunde Sache, denn Akazien- oder Gräsersamen haben einen sehr hohen Nährstoffgehalt, verglichen mit weißem Industriemehl, mit dem Damper heute häufig gebacken wird.

Für Damper wurden je nach Region unterschiedliche Nüsse- und Samenarten wie Moreton Bay chestnut, Baobab Chestnut, Mulga-Samen, Wildreissamen, Cunjevoi, Portulaksamen (Pigweed) verwendet.

Damper: Die Herstellung


Das Herstellen eines traditionelles Aborigine-Damper ist mühsam und zeitaufwendig. Denn zunächst müssen die benötigten Samen gereinigt und von den unbrauchbaren Hülsen getrennt werden. Diesen Vorgang nannten die Aborigines Kanini. Die Samen werden dazu in ein Gefäß gegeben und durch leichte ruckelnde Bewegungen trennt sich Genießbares vom Ungenießbaren. Eine andere Methode wird bei Samen von Gräsern angewandt: Man stellt ein leeres Gefäß auf den Boden und hält etwa einen halben Meter darüber das mit den Samen gefüllte Gefäß. Nun schüttet man langsam die Samen in das untere Gefäß und auf dem Weg nach unten bläst der Wind die Spreu davon. Danach werden die Samen zwischen zwei Steinen unter Zugabe von etwas Wasser gemahlen. Die so entstandene Paste ist bereits genießbar, sie kann aber auch zu einem kleinen Laib geformt und auf glühenden Kohlen gebacken werden.

Das Gefäß, in dem die Samen gesammelt und später auch der Teig geknetet wurde, nannte man Coolamon und wurde aus Baumrinde hergestellt. Heute wird stattdessen meistens Blechgeschirr verwendet. Oft tut es aber auch einfach eine alte Konservendose.

Damper bei den ersten Siedlern

Als die ersten Europäer ins Land kamen und Viehwirtschaft betrieben, waren die Viehtreiber oft wochenlang in unbesiedelten und unwirtlichen Gegenden unterwegs. Sie übernahmen Damper von den Aborigines und ersetzten deren Original-Zutaten durch europäische. Die Verpflegung war einfach, aus dem stets mitgeführten Mehlproviant wurde mit etwas Wasser und Salz ein einfacher Teig geknetet und in der Asche des Lagerfeuers gebacken. Möglicherweise waren es irische Einwanderer, die die Rezeptur dieses Brotes ohne Hefe nach Australien brachten, denn in ihrer Heimat war es ein wichtiges und billiges Nahrungsmittel, das täglich gegessen wurde.

Damper heute

Heute erlebt Damper wieder eine Renaissance. Doch wird es nicht mehr in der Glut des Feuers gebacken, sondern im Camp Oven. Dieses Kochgeschirr ist bei Outback-Reisenden sehr beliebt und vielfältig einsetzbar.

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, lesen Sie weiter bei Camp Oven..

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