Australien - Typische Zutaten der australischen Küche

Australien - Typische Zutaten der australischen Küche

Auf dieser Seite finden Sie verschiedene typische Zutaten in der australischen Küche, mal mehr mal weniger bekannt. Vieles was ursprünglich als verpöntes Bushfood der Aborigines galt, erlebt heute eine Renaissance. Bei jeder Zutat finden Sie auch verschiedene Bezeichnungen sowie - soweit auffindbar - den botanischen Namen. Und da viele dieser Dinge bei uns nicht erhältlich sind, habe ich teilweise auch Ersatzproduckte genannt. Zur leichteren Auffindbarkeit sind die Zutaten alphabetisch geordnet.

Akudjura

Die Akudjura oder Buschtomate wird auch Buschrosine genannt. Die australische Pflanze, botanisch solanum centrale, ist ein Nachtschattengewächs und kommt hauptsächlich in Wüstengebieten vor. Sie ist bei den Aborigines ein Nahrungsmittel und kann auch getrocknet und gemahlen werden. Dann dient sie als Gewürz. Diese Sorte ist genießbar, es gibt aber auch andere Arten, die giftig sind. Wer bei uns Bushfood nachkochen möchte, kann als Ersatz dafür getrocknete Tomaten verwenden.


Kumara

Die Kumara ist die australische Variante der Süßkartoffel oder Batate, die auch in vielen anderen Ländern gedeiht.

Kurrajong

Die Samen der Kurrajong-Bäume - botanisch brachychitum diversifolium, brachychiton spp. - es gibt davon verschiedene Arten, werden gemahlen und als Mehl zum Backen verwendet. Der Geschmack ist angenehm nussig. Roh sind die Samen ungenießbar.

Lilli pilly

Lilli pilly ist auch bekannt unter dem Namen Riberry-Beere, botanisch Syzygium luehmannii. Sie ist ebenfalls ein Bestandteil der traditionellen Kost der Aborigines. Der Geschmack von Lilli pilly ist ein bisschen wie Preiselbeere oder Johannisbeere mit einem Hauch von Nelke. Man kann sie zu Marmeladen, Saucen oder Sirup verarbeiten. Als Ersatz verwendet man einfach die genannten Beeren.

Macadamia-Nüsse

Die Macadamia-Nuss, botanisch Macadamia integrifolia und Macadamia tetraphylla, nennt man nicht umsonst die Königin der Nüsse. Ihr Anbau ist sehr kompliziert und zeitaufwendig und deshalb nicht gerade billig. Die Macadamia-Nuss ist relativ weich und schmeckt nussig-butterig-süßlich. Sie hat zwar sehr viele Kalorien, enthält aber auch viele wichtige Nährstoffe wie gesunde ungesättigte Fettsäuren, Vitamine und Mineralien. Neben den Warrigal Greens gehört die Macadamia zu den wenigen australischen Pflanzen, die kommerziell angebaut werden.

Munthari-Beeren

Die etwa 1 cm großen Munthari-Beeren, auch Muntries genannt, botanisch kunzea pomifera, kommen nur im südlichen Australien vor und haben einen würzigen süß-säuerlichen Apfelgeschmack, die Farbe ist im reifen Zustand grünlich-purpurrot. Verwendet werden Munthari-Beeren frisch aber auch für Marmeladen.

Murunga

Die Murunga hat viele Namen: Kakadu-Pflaume, green plum oder billygoat plum (bot. Terminalia ferdinandiana). Die Murunga ist zuhause im Northern Territory und in Western Australia. Sie reift nach der Regenzeit von März bis Juni. Sie ist ebenfalls ein beliebtes Nahrungsmittel bei den Aborigines und enthält den höchsten Vitamin C-Gehalt aller Früchte. Ihren englischen Namen green plum verdankt sie vermutlich der Tatsache, dass sie im reifen Zustand gelblich grün ist. Den Geschmack kann man in etwa mit der Stachelbeere vergleichen mit einem Hauch von Aprikose, Sie wird gerne frisch gegessen, aber auch für Desserts oder Eis verwendet. Da es diese Frucht bei uns nicht zu kaufen gibt, kann man ersatzweise Aprikosen oder auch noch feste, nicht ganz reife Pfirsiche verwenden.

Quandong

Der Quandong ist auch bekannt unter dem Namen australischer Pfirsich oder Wüstenpfirsich. Der Baum - botanisch santalum acuminatum - gehört zur Familie der Sandelholzgewächse und gedeiht hauptsächlich in trocken, wüstenhaften Gebieten. Die Früchte sind etwa 2-3 cm groß und wenn sie reif sind, sind sie rot und schmecken herb-süß, ein wenig pfirsichähnlich. Das Fruchtfleisch ist nicht besonders saftig. Man kann sie frisch und getrocknet verwenden.

Rosella

Die Rosella, botanisch Hibiscus sabdariffa, gehört zu den Malvengewächsen. Die Blüten werden in Sirup eingelegt gerne als Gourmet-Produkt verkauft.Sie werden gerne im Sektglas serviert und mit Sekt aufgegossen, da es optisch ein echter Hingucker ist. Sowohl aus den fleischigen roten Blüten als auch aus den roten Beerenfrüchten wird Marmelade hergestellt.

Tasmanischer Bergpfeffer

Tasmanischen Bergpfeffer kennt man auch unter der Bezeichnung Pfefferbeeren oder Pepper berries (bot. tasmannia lanceolata). Er wird getrocknet als Gewürz benutzt, der Geschmack ist süßlich-pfefferig. Auch die aromatischen Blätter kann man zum Kochen verwenden. Bei uns als Ersatz einfach ganz normalen Pfeffer verwenden.

Warrigal Greens

Warrigal Greens (bot. Tetragonia tetragonioides) sind grüne Blätter, die auch bekannt sind unter dem Namen Neuseeland-Spinat, Botany Bay-Grünzeug oder Cooks Kohl. Denn schon James Cook kannte Warrigal Greens und hat das Gemüse auf seinen Reisen verwendet, in der Hoffnung, damit den gefürchteten Skorbut zu vermeiden. Man sollte die Blätter aber immer kochen, da sie roh - ähnlich wie Rhabarber auch - Oxalsäure enthalten. Der Geschmack ist wie Spinat. Gekocht oder blanchiert werden sollten die Blätter nur sehr kurz, um den sehr hohen Gehalt an Vitamin C zu erhalten.

Wattle seeds

Wattle Seeds sind Akaziensamen (bot. acacia coriacea, acacia aneura, acacia cowleana). Die Samen dieser Akazienarten werden geröstet, gemahlen und als Gewürz verwendet. Sie schmecken ein wenig nach Kaffee, Haselnuss und Schokolade. Es passt als Brot- und Kuchengewürz genauso wie in Desserts oder Eiscreme.

Wenn Sie nun Lust bekommen haben, australisch zu kochen, so finden Sie hier einige Rezepte.

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